Fortsetzung fest im Blick

 

Organisator Marcus Siebler über das Bundesfilmfestival in Schrobenhausen,

die Qualität der Filme und die weitere Entwicklung

 

Schrobenhausen (SZ) Bundesfilmfestspieledie Zweite:Am zurückliegenden

Wochenende kamen in Schrobenhausen zum zweiten Mal alle Freunde des Films

auf ihre Kosten. Die Resonanz war gut, der dafür auserwählte Saal im CinePark

war am Samstagabend restlos besetzt. Ob es noch zu einer dritten Auflage

in Schrobenhausen kommen wird und ob das Festival weiter wächst, ist noch

nicht absolut sicher. Marcus Siebler, der Organisator des Filmfestivals, richtet

seinen Blick aber zuversichtlich auf das kommende Jahr.

 

Herr Siebler, Sie haben das Bundesfilmfestival Spielfilm organisiert:

Wie fällt Ihr Fazit aus?

 

Marcus Siebler: Es war sicherlich ein schönes, ein sehr erfreuliches Wochenende.

Ich denke, es hat allen Besuchern und Teilnehmern sehr gut gefallen bei uns.

Wir haben das gesamte Wochenende über eine positive Stimmung aufgefangen.

 

Wie muss man sich Ihre Wochen vor dem Festival und die Vorbereitungen vorstellen?

 

Siebler: Die meiste Arbeit muss natürlich im Vorfeld eines solchen Festivals gemacht

werden. Man muss den genauen Ablauf und das exakte Programm planen. Und es mussten

alle eingereichten Filme gesichtet werden. Manche konnte man gar nicht zeigen, ohne sie

noch auf andere Datenträger zu bringen. Dazu kamen ungezählte Sitzungen mit dem Team –

je näher der Termin rückte, desto öfter haben wir uns getroffen. Am Wochenende selbst

fehlte dann meist nur der Schlaf.

 

Es war das zweite Filmfestival in Schrobenhausen:

Würden Sie sich diesem Stress noch ein drittes Mal aussetzen?

 

Siebler: Ich denke immer von Jahr zu Jahr. Das hängt natürlich auch vom Team ab –

denn 15 Leute braucht man einfach.

 

Mit Bitte um eine ehrliche Antwort: Wird es auch im kommenden Jahr

das Bundesfilmfestival in Schrobenhausen geben?

 

Siebler: Jetzt lassen wir das zurückliegende Wochenende erst einmal sacken

und nehmen die positiven Gefühle mit in die kommenden Wochen und Monate.

Aber ich hatte bereits die Zahl von 99 Prozent genannt – und das ist in der Mathematik

doch eine recht hohe Wahrscheinlichkeit. Wir habenesuns jedenfalls fest vorgenommen.

 

Von welchen Faktoren hängt die Entscheidung ab?

 

Siebler: Vor allem von der Bereitschaft all derjenigen, die uns bisher unterstützen,

das auch weiterhin zu tun.

 

Sowohl Kinobetreiber Jonathan Rosenwanger als auch Bürgermeister Karlheinz Stephan

haben bereits ihre Unterstützung zugesagt: Könnte aus dem Festival in Schrobenhausen

am Ende eine Tradition oder gar eine richtige Institution werden?

 

Siebler: (nachdenklich) Das ist eine sehr schwere Frage. Was heißt schon Tradition?

Ab wann ist etwas eine Institution? Wir können natürlich versuchen, es noch größer

und noch besser zu machen. Wir werden uns zusammensetzen und schauen, was gut

war und was wir weiter verbessern können oder müssen. Das habenwir auch

im vergangenen Jahr so gemacht. Dann werden wir sehen.

 

Wie würden Sie die Arbeit der diesjährigen Jury bewerten?

 

Siebler: Die Mitglieder haben sich bei uns sehr wohl gefühlt. Das wurde mir auch

immer wieder gesagt. Wegen der Hausausstellung bei Bauer mussten wir die Jury

außerhalb Schrobenhausens unterbringen. Deshalb hatten wir einen Shuttleservice

organisiert. Schließlich waren die Mitglieder sehr viel am Arbeiten: Sie mussten

alle Filme sehen und bewerten. Da sollte man dafür sorgen, dass es ihnen an nichts

fehlt. Gut gefallen haben mir die Diskussionen. Ich mag es, wenn Meinungen konträr sind.

 

Und welches Fazit ziehen Sie als einer der Preisträger des Festivals?

 

Siebler: Es war natürlich sehr bewegend, als wir vorne auf der Bühne standen

und den Preis überreicht bekamen. Aber es ist eben doch ein Unterschied, wenn

man gleichzeitig der Organisator eines Festivals ist und nicht einfach nur ein Gast.

Da war ich auch oft mit dem Kopf woanders.

 

Wie bewerten Sie rückblickend das Niveau der gezeigten Filme?

 

Siebler: Das Schöne an unserem Festival ist, dass es ein sehr weites Spektrum

abdeckt. Es gibt einfach alles – von den ersten filmerischen Gehversuchen einer

Schulklasse bis hin zu den Werken von Absolventen. Die Besucher konnten sich

einen Überblick über nahezu alle Dinge machen, die es gibt.

Insgesamt war die Qualität durchweg sehr gut.

 

Können Sie kurz erzählen, wie Sie auf die Ideen zu ihren Filmen kommen?

 

Siebler: Ich sage immer, dass die Ideen doch alle da liegen. Man muss sie

eben nur noch suchen und dann finden. Wenn man weiß, ein bestimmtes

Thema bewegt einen, dann muss man es bearbeiten und einfach hineinhören

und sich hineinfühlen.

 

Die Fragen stellte Christian Tamm

 

Schrobenhausener Zeitung, 13. Mai 2014

 

 

 

 

 

 

Publikumsmagnet: Beim Bundesfilmfestival Spielfilm gab es im Kino keinen freien Platz mehr (o.).

Insgesamt 31 Medaillen wurden am Sonntag bei der Preisverleihung vergeben. Eine der beiden

Goldmedaillen ging an den Schrobenhausener Filmemacher Marcus Siebler (u.r.), wie die Jury

(u.l.) einstimmig beschloss.

 

53 Filme an einem Wochenende

 

Gut gefüllter bis randvoller Kinosaal beim Bundesfilmfestival Spielfilm

 

Schrobenhausen (SZ) Ein filmreiches Wochenende ist zu Ende gegangen –

und am Zuspruch des Publikums sieht man: Das Bundesfilmfestival

in Schrobenhausen kommt bestens an. Eine von zwei Goldmedaillen

bleibt in Schrobenhausen, bei Marcus Siebler mit seinem Film „Samstag“.

 

Vor der Türe zu Saal drei steht eine Schlange, von drinnenhört man Filmmusik,

dann Applaus. Der sechste Block des Bundesfilmfestivals ist schon seit zwei Filmen in

vollem Gange, doch noch immer hoffen die Leute draußen, dass die Türe noch einmal

aufgehen könnte. Der Kinosaal ist voll, kein Platz ist mehr frei, da ist nichts zu machen.

Doch vielleicht geht ja jemand früher – vielleicht wird einer der begehrten Kinosessel

doch noch frei. Kein Wunder, dass CinePark- Betreiber Jonathan Rosenwanger bei so viel

Andrang überlegt, das Filmfestival im nächsten Jahr in einem größeren Saal zu veranstalten.

Doch – wird es ein nächstes Filmfestival in Schrobenhausen geben? „Zu 99 Prozent“,

sagt Festivalleiter Marcus Siebler. Er kann mehr als zufrieden sein,

die Organisation läuft bestens – und nicht nur das.

Nach seinem Film „Samstag“ herrscht kurz Stille imSaal – die Bilder sind noch zu präsent,

der Film wirkt nach. Dann: großer Applaus. Hauptdarstellerin Annika Ziegltrum besticht

durch ihre Mimik, ohne viele Worte wird in dem Film eine Beziehungsproblematik offenbart,

die den Zuschauer ganz dicht an die Charaktere heranbringt. Der Eine steigt aus der Dusche,

der Andere geht an ihm vorbei, in die Dusche hinein. Da ist keine Berührung im Vorübergehen.

Zu sehen sind nur die nackten Füße der Protagonisten. Der Film lebt von stimmungsvollen

Details wie diesem – und vom grandiosen Schauspiel, da ist sich auch die Jury einig.

Und als Juryleiter Bernhard Lindner schließlich fragt – „Wer ist für eine Goldmedaille?“ –

gehen fünf Hände nach oben. Bestleistung. Ebenso wie bei Manfred Obermeyers Film

„Die Frau aufder Parkbank“.

 

„Es wird viel konträr

diskutiert – wir zwei

Frauen waren uns

aber immer ziemlich

schnell einig.“

Agi Fleischmann, Jurorin

 

Doch nicht immer sind sich die Juroren – drei Männer und zwei Frauen – so einig.

„Es wird viel konträr diskutiert, das ist ja normal, wir zwei Frauen waren uns aber immer

ziemlich schnell einig. Wir haben halt das gleiche Bauchgefühl.“, erzählt Jurorin Agi

Fleischmann. Immer wieder muss der Juryleiter die Diskussion oder manchmal auch

den Monolog eines Jurors jäh unterbrechen, damit die Zeit einigermaßen eingehalten

werden kann. Schließlich ist das Programm dicht.

Was nicht schon in der Diskussion gesagt worden ist, kommt spätestens nach

Veranstaltungsende dann auf den Kneipentisch. Bis tief in die Nacht hinein wird

an beiden Tagen noch über die Filme philosophiert – und das, obwohl es zumindest

am Samstag schon um zehn Uhr morgens weiter geht. Und wer hätte das gedacht:

Auch am Vormittag ist der Kinosaal schon relativ gut gefüllt, nur vereinzelt klaffen

sesselrote Lücken in den Reihen. Doch auch die schließen sich im Laufedes Tages vollständig.

Dass die Juroren über die Medaillen abstimmen, ist klar – doch auch das Publikumvergibt

einen Preis. Auf Zetteln kreuzen sie verschiedene Smilies an – und bei einem Film lachen

so gut wie alle davon: Zwei Polizisten an der deutsch-österreichischen Grenze wollen das

Fußballspiel Deutschland-Österreich sehen. Der Plan droht zu scheitern: Im Wald hängt

ein Selbstmörder. Kurzerhand hängen sie den Toten um, auf österreichische Seite. Dort ist

man über den Fund nicht begeistert: „Da hängt er wieder.“ Schon während des gesamten

Films herrscht Gelächter im Kino. Es ist der allerletzte von 53 Festivalfilmen

und ein erfrischender Abschluss nach Mitternacht. Peter Baumanns charmanter Film

„Border Patrol“ voll schwarzen Humors gewinnt den Publikumspreis.

Viele der Filmautoren aus ganz Deutschland sind mit angereist – als Schmankerl zwischen

den Filmen führt Marcus Siebler mit ihnen kurze Gespräche vor dem Publikum, bevor es

heißt: „Film ab!“ Die Abwechslung ist da, nicht nur in den völlig verschiedenen Filmen,

sondern auch im Programm. Und vielleicht wird das Bundesfilmfestival in Schrobenhausen

ja noch zur Tradition.

 

 

 

 

 

Zweimal Gold, neunmal Silber

 

Schrobenhausen (fat) Erst nach Mitternacht fiel die Entscheidung.

53 Filme hatte die Jury imLaufe des Freitags und Samstags in insgesamt sechs

Blöcken angeschaut und diskutiert, über 39 davon wurde abgestimmt.

Große Einigkeit herrschte bei den fünf Juroren – Martin Gubela aus Bergisch- Gladbach,

Helmut Ludwig aus Düsseldorf, Agi Fleischmann aus Hirschaid, Wolfgang Allin aus Schärding,

Österreich, und SZ-Reporterin Isabel Ammer aus Waidhofen – über die beiden Siegerfilme

des Filmfestivals. „Samstag“ von Marcus Siebler aus Schrobenhausen und „Die Frau

auf der Parkbank“ von Manfred Obermeyer aus Düsseldorf wurden einstimmig

zu Goldmedaillengewinnern gewählt. Dazu gibt es neun Mal Silber und 20 Bronzemedaillen.

Nachdem der Kinosaal am Samstag nicht ausreichte, stellte CinePark-Betreiber Kinobetreiber

Jonathan Rosenwanger mögliche Erweiterungen in Aussicht: „Im nächsten Jahr bekommt ihr

den großen Saal, damit nicht wieder Besucher vor der Tür stehen müssen.“ Auch der Schirmherr

der Veranstaltung, Bürgermeister Karlheinz Stephan, sagte seine Unterstützung für das nächste

Jahr zu. „Beamte können auch mal schnell arbeiten“, sagte Festivalleiter Marcus Siebler

sympathisch-frech, als er sich beim Bürgermeister bedankte.

 

Schrobenhausener Zeitung, 12. Mai 2014

 

 

 

 

 

 

Warten auf den ersten Film: Marcus Siebler (l.) hat das Bundesfilmfestival Spielfilm

in Schrobenhausen organisiert, was Schirmherr Karlheinz Stephan (r.) sehr freut.

Bis Sonntag wird die Jury bestehend aus Agi Fleischmann, Wolfgang Allin, Martin Gubela,

Helmut Ludwig, Bernhard Lindner und SZ-Reporterin Isabel Ammer zahlreiche Filme bewerten.

Foto: kx

 

18 Filme und spannende Diskussionen

 

Bundesfilmfestival Spielfilm in Schrobenhausen eröffnet –

an diesem Wochenende geht es weiter

 

Von Jürgen Spindler

 

Schrobenhausen (SZ) „Ich glaube, dass Kino nur solange ein Ort des Geschichtenerzählens

sein kann, solange es einen Geschichtenerzähler gibt, der mit seinen Geschichten ein Publikum

zum Nachdenken und Reflektieren anregen kann – in unserem Fall sind das in den nächsten

Tagen Geschichten von Menschen, die oftmals mit äußerst geringen finanziellen, organisatorischen

und technischen Möglichkeiten trotzdem Träume auf die Leinwand zaubern.“ Mit diesen Worten

eröffnete der Organisator der Veranstaltung, Marcus Siebler, am vergangenen Freitag das

Bundesfilmfestival Spielfilm in Schrobenhausen. Neben 16 Wettbewerbskurzfilmen liefen am

Freitagabend auch schon zwei Filme des verstorbenen Filmemachers Peter Skodawessely,

der im vergangenen Jahr noch als Juror bei der Veranstaltung dabei war. Auch an diesem

Samstag werden noch einmal zwei seiner Filme zu Beginn der beiden Abendblöcke um 16.30

und 20.30 Uhr gezeigt werden. Auch Schirmherr Bürgermeister Karlheinz Stephan freute sich

bei der Eröffnung, die Filmemacher schon zum zweiten Mal in seiner Stadt begrüßen zu dürfen:

„Wir sind gerne Gastberger, wenn Bayern, Deutschland oder die Welt zu uns kommt.“

Den ganzen Samstag über laufen im Kinosaal drei im CinePark noch einmal kostenlos Kurzfilme,

die am Bundesfilmfestival Spielfilm teilnehmen. Los geht es am Samstag um 10 Uhr morgens.

Wer so frühnoch keine Zeit hat, kann auch in die Filmblöcke um 14, 16.30 oder 20.30 Uhr

einsteigen – oder natürlich auch früher schon wieder aussteigen. Im Anschluss an jeden

der vier Filmblöcke diskutiert die fünfköpfige Jury zusammenmit dem Juryleiter Bernhard Lindner

live vor dem Kinopublikum über die gesehenen Kurzfilme, sodass die Entscheidungen der Jury

auch von den Besuchern nachvollzogen werden können. Am Ende des Abends gibt es eine

große Abstimmung der Jury über die Medaillen, bevor der Festivaltag, wie schon am Eröffnungsfreitag,

bei spannenden Diskussionen in gemütlicher Atmosphäre noch bis tief in die Nacht hinein ausklingt.

Die Medaillen werden dann an diesem Sonntag vergeben. Los geht es ab 11 Uhr wiederum

im CinePark. Neben den Jurypreisen und dem Jugendpreis gibt es auch einen Publikumspreis.

Das heißt, hier zählt die Meinung jedes einzelnen Filmfestbesuchers, der einen Bewertungszettel

zu den Filmen ausgefüllt hat. Christina Wolf aus Waidhofen wird mit Country-Musik für einen

lockeren musikalischen Rahmen sorgen. Wer will, kann einfach kommen,

der Eintritt ist an beiden Tagen frei.

 

Schrobenhausener Zeitung, 10. Mai 2014

 

 

 

 

 

 

In den Nachmittagsvorstellungen war der Kinosaal beim Bundesfilmfestival 2013 nicht immer voll,

doch zu den Abendvorstellungen kamen mehr Besucher, als es Plätze gab. Organisator Marcus Siebler

und sein Filmteam hoffen auf viel Zuspruch, gerade aus den Reihen der Schrobenhausener

und aus der Umgebung. Foto: Ammer

 

Neuerungen und Altbewährtes

 

Besonderheit beim Bundesfilmfest: Peter Skodawessely-Retrospektive

 

Schrobenhausen (ais) Am kommenden Wochenende werden die besten Geschichten

nichtkommerzieller Filmer aus Deutschland über die Leinwand im CinePark flimmern.

Schon zum zweiten Mal ist das Bundesfilmfestival in der Stadt.

„Wenn der Ausrichtungsort attraktiv ist, wenn alles gut funktioniert und wenn ein

motiviertes Ausrichterteam zur Verfügung steht, dann wäre es ja schade, wenn man

das Ganze wo anders stattfinden lässt“, erklärt Organisator Marcus Siebler.

Und auch die Stadt selbst zieht mit. Schirmherr der Veranstaltung ist wie

schon im vergangenen Jahr Bürgermeister Karlheinz Stephan.

Neben den Wettbewerbsfilmen gibt es in diesem Jahr noch eine Besonderheit: Im vergangenen

Jahr war der im Juli 2013 verstorbene Ingolstädter Filmemacher Peter Skodawessely noch als

Juror beim Filmfestival in Schrobenhausen dabei. In diesem Jahr soll er zumindest in den

Gedanken der Filmfreunde sein – dazu werden an beiden Tagen in einer Retrospektive immer

wieder Filme von ihm gezeigt, die natürlich außer Konkurrenz laufen.

Nach jedem Filmblock gibt es eine Diskussionsrunde der Jury vor dem versammelten Kinopublikum,

sodass auch die spätere Medaillenvergabe nachvollzogen werden kann. Neben bekannten

Gesichtern aus dem vergangenen Jahr sind auch ein paar neue Juroren mit dabei.

Die Leitung übernimmt, wie schon 2013, Bernhard Lindner, Vizepräsident des BDFA.

Die fünfköpfige Jury stimmt insgesamt in zwei Durchgängen über die Preise für die Filme ab.

Der Juryleiter ist nicht stimmberechtigt, er leitet die Abstimmung. Im ersten Durchgang wird

jeder Film auf eine Bronze und gegebenenfalls auch noch auf eine Silbermedaille abgefragt.

Erhält ein Film die einfache Mehrheit (drei Stimmen) für das eine oder andere, bleibt es bei

der vorgeschlagenen Medaille. Erhält ein Film bei der Abfrage über eine Silbermedaille allerdings

die qualifizierte Mehrheit, das heißt also mindestens vier der fünf möglichen Stimmen

der Jurymitglieder, so wird dieser automatisch in die Abstimmung über eine Goldmedaille

aufgenommen.

„Diejenigen, die letztes Jahr da waren, haben einen positiven Eindruck bekommen,

die Abendveranstaltungen waren voll, am Samstagabend hatten wir mehr Besucher als

Sitzplätze“, erzählt Marcus Siebler. Dabei ist ihm und seinem Filmteam natürlich eines klar:

„Wir starten am Samstag schon um 10 Uhr vormittags, da wäre es vermessen, ein volles Kino

zu erwarten“, sagt Marcus Siebler. Trotzdem hoffen sie natürlich auch in diesem Jahr auf viele

Besucher und viel Zuspruch von den Schrobenhausenern,

gerade auch schon in den Nachmittagsvorstellungen.

 

Schrobenhausener Zeitung, 05. Mai 2014

 

 

 

 

 

 

Themen, die alle betreffen Filmemacher

 

Marcus Siebler über seine große Leidenschaft

 

Von Isabel Ammer

 

Schrobenhausen (SZ) Nur noch wenige Tage, dann herrscht in Schrobenhausen

wieder Festivalzeit. Die SZ sprach mit dem Schrobenhausener Filmemacher

und Organisator des Festivals, Marcus Siebler, der mit seinem neuesten Film

„Samstag“ ins Rennen gehen wird, über seine große Leidenschaft.

 

Herr Siebler, was war der erste Film, den Sie je gedreht haben?

 

Marcus Siebler: Das war 1994 oder 95, da war ich 13, bei meinen Nachbarn,

die eine Videokamera hatten: Der Film hieß Angriff der Kuscheltiere. Wir mussten

alles in chronologischer Reihenfolge drehen, weil wir den Film noch nicht schneiden

konnten. Es geht um einen Typen, der zu Hause von seinem Stoffteddybären angegriffen

wird. Ich spiele die Hauptrolle. Mein erster richtiger Film ist zwei Jahre später entstanden,

das war „Perplexity“. Mit ihm habe ich einige Preise gewonnen.

 

Woher kommen die Ideen zu Ihren Filmen?

 

Siebler: Ich denke, die Themen und die Ideen schwirren herum, man muss nur

die richtige Antenne dafür haben, dann fängt man sie auch.

Man muss hinhören, hinfühlen.

 

Wie könnte man denn Ihren Stil beschreiben?

 

Siebler: Ich würde sagen, bei einem Großteil meiner eigenen Filme ist der Erzählstil

sehr entschleunigt und stilistisch orientiere ich mich am italienischen Neorealismus

und am deutschen Autorenkino der 70- er Jahre – mit Themen, die aus dem Leben

gegriffen sind, die uns alle betreffen. Keine Märchen, sondern Aspekte, die den kleinen

Mann abbilden in irgendeiner Art und Weise.

 

Sind das oft Dinge, die einen persönlich bewegen?

 

Siebler: Natürlich. Ich denke, jedes Thema, das man filmisch verarbeitet oder

in künstlerischer Form, ist immer persönlich, weil man sich dafür interessiert,

oder weilman vielleicht auch irgendetwas aufarbeiten muss.

 

Wie ist das bei Ihrem neuesten Film, „Samstag“,

der ja auch auf dem Bundesfilmfestival laufen wird?

 

Siebler: „Samstag“ behandelt, glaube ich, ein Motiv, das alle von uns sehr gut kennen:

Ein Paar in einer Beziehungskrise wurde schon oft verfilmt. Da dieses Thema so alltäglich

ist, glaube ich, kann man es nicht oft genug bearbeiten.

 

Wie beeinflusst das Bundesfilmfestival das Filmemachen?

 

Siebler: Es kostet natürlich eine Menge Vorbereitungszeit, im Schnitt ein Vierteljahr.

Mindestens einen Kurzfilm, den wir nicht machen können. Daher haben wir auch wesentlich

weniger gemacht, als die letzten Jahre, allerdings den Film, der entstanden ist, haben wir

mit großer Motivation gemacht.

 

Schrobenhausener Zeitung, 05. Mai 2014

 

 

 

 

 

 

In den Endzügen der Vorbereitungen ist Bundesfilmfestorganisator Marcus Siebler.

Inzwischen sind die Plakate überall im Schrobenhausener Land verteilt

Foto: Ammer

 

52 Filme im Kino sehen

 

Bundesfilmfestival Spielfilm vom 9. bis 11. Mai zum zweiten Mal in Schrobenhausen

 

Von Isabel Ammer

 

Schrobenhausen (SZ) Das ganze Wochenende kostenlos Filme im Kino sehen, das kann

man beim zweiten Bundesfilmfestival Spielfilm in Schrobenhausen. Von 9. bis 11. Mai

laufen im CinePark die besten Geschichten nichtkommerzieller Filmer aus Deutschland.

53 Filme – an einem Wochenende? Das klingt erst einmal nach ganz schön viel. Allerdings

handelt es sich um Kurzfilme, der längste davonhat 29 Minuten, der kürzeste gerade mal

eine Minute. Gezeigt werden sie in sechs Blöcken, auf Freitag und Samstag verteilt.

Im Anschluss an jeden Filmblock diskutieren die fünf Juroren zusammen mit Juryleiter

Bernhard Lindner live im Kinosaal über die gesehenen Filme.

Oft sind es Geschichten aus dem Leben, die die Autoren in ihren Filmen erzählen. Geschichten,

die so im alltäglichen Leben passieren könnten. Geschichten, die bewegen, die zum Nachdenken

anregen und manchmal auch einfach zum Lachen sind. Doch es gibt auch Ausreißer:

„Fortune Faded“ von Alexander Heringer aus Stuttgart beispielsweise, ist „fast schon eine

Animation“, wie Organisator Marcus Siebler verrät. Man darf also gespannt sein, denn auch

andere Autoren zeigen sich in ihren Filmen experimentierfreudig mit Stilmitteln.

Dabei sind aber nicht alle Filme gleich zu bewerten, schließlich konkurrieren Filme von

Filmhochschulstudenten mit Erstlingswerken junger Amateurfilmer. Kein Zweifel, dass es

da zumindest auf technischer Ebene Unterschiede geben kann. Deshalb wird auch in zwei

Kategorien abgestimmt: Autoren mit und ohne professionellem Hintergrund.

Inzwischen steht das Programm für das Wochenende fest, die Plakate sind aufgeklebt

und im Schrobenhausener Land verteilt, die Hotelzimmer für die Juroren, die aus Bayern,

Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Österreich kommen, gebucht. Doch noch

immer wartet viel Arbeit auf Marcus Siebler, den Kopf der Schrobenhausener Filmgruppe

Dramfilm, die das Festival des Bundesverbands Deutscher Filmautoren (BDFA) ausrichtet.

Er selbst hat auch einen Film im Rennen: „Samstag“ hat schon den Großen Bayerischen L

öwen bei den 35. Bayerischen Film- und Videofestspielen in Rain am Lech gewonnen –

er läuft Samstagabend. Und noch ein zweiter Film eines Schrobenhausener Autors ist beim

Bundesfilmfest in Schrobenhausen mit dabei: Leonard Danners Siebenminüter „Verkommnis“

wird gleich am Freitagabend im zweiten Filmblock zu sehen sein.

 

Schrobenhausener Zeitung, 03. Mai 2014

 

 

 

 

 

 

BFF SPIELFILM 2013 IN SCHROBENHAUSEN

 

Premiere bestens geglückt! Nach – zum Teil viele Jahre langen – Stationen in Berlin,

Dortmund, Wiesbaden und Magdeburg fand jetzt, drei Wochen nach Ostern, zum ersten

Mal das Bundesfilmfestival „Spielfilm“ in der oberbayerischen 17000-Einwohnerstadt

Schrobenhausen statt. „Und dort sogar in einem ‚richtigen‘ Kino“, wie sich nicht nur

BDFA-Präsident Klaus Werner Voß, der aus Dortmund angereist war, freute. Und der

Saal 3 des CinePark-Centers war – sehr, sehr selten bei BDFA-Veranstaltungen! –

sogar mitunter überfüllt und es mussten deswegen interessierte Besucher zeitweise

abgewiesen werden…!

 

„Chef-Organisator“ Marcus Siebler – Mitglied im Film und Videoclub Landshut VHS

und in der Nähe von Schrobenhausen wohnend – hatte somit also beste Voraussetzungen

für die Projektion der eingereichten 39 Wettbewerbsstreifen, alle zwischen einer Minute

und 52 Minuten und zusammen 415 Minuten lang. Tatkräftig unterstützt wurde der

30-jährige dabei von einem jungen, engagierten Team: Sarah Schönacher, Markus Loderer,

Matthias Wenger, Olga Tups, Katharina Huber, Roswitha Stiegelmaier, Anniko Krautz,

Birgit Kreuzer, Melanie Wasshuber, Dragan Kovacevic, Markus Gangl, Franziska Huber,

Barbara Roshol, Florina Zimmermann sowie Theaterleiter Daniel Mayr taten alles,

damit sich die aus ganz Deutschland dazu gekommenen Gäste in der Lenbach- und

Spargelstadt Schrobenhausen wohlfühlten. Und das taten sie erkennbar! „Hoffentlich

bleibt Schrobenhausen künftig die ‚Heimat‘ des Spielfilm-Bundesfestivals“ – dieser Wunsch

der Besucher war die ganzen drei Tage lang immer wieder zu hören! „Ein Event der

Superlative, der neue Maßstäbe setzte“ – so zum Beispiel Helmut Meyer aus Regenstauf

zum BDFA-REPORT.

 

Das Niveau der diesjährigen Wettbewerbsarbeiten – 32 „A“- und sieben „S“-Produktionen -

war insgesamt sehr gut, teilweise sogar hervorragend. Die von BDFA-Vizepräsident

Bernhard J. Lindner/Plochingen geleitete Jury – mit Martin Gubela/Bergisch-Gladbach,

Andreas Lippitz/Berlin, Michael Schwarz/Mainz sowie Thorsten Stark von der örtlichen

„Schrobenhausener Zeitung“ und Peter Skodawessely aus dem nahen Ingolstadt –

vergab zwei Gold-, zwölf Silber- sowie 13 Bronzemedaillen. Die beiden höchsten

Auszeichnungen gingen an „Stillen!“ von Marcus Siebler (Kategorie „A“) und an

„Blind Date“ von Alexander Weber aus Michelstadt (Kategorie „S“). Der Publikumspreis,

gestiftet von Schrobenhausens Erstem Bürgermeister Karlheinz Stephan, dem Schirmherrn

des Festivals, wurde „Narkotika“ von Rüdiger Schnorr aus Neu-Isenburg zugesprochen

und der „Sonderpreis der Jury für einen besonderen Jugendfilm“ ging an

„Der Zusammenbruch“ von Maik Pevestorff/Jena.

 

Zusätzlich zu den beiden „Gold“-Arbeiten wurden vom DAFF-Auswahlgremium –

mit Andreas Lippitz als Leiter und Bernhard J. Lindner sowie Peter Skodawessely -

die Silbermedaillen-Filme „Narkotika“, „Weißer Kragen“ (von Jörn Michaely aus

St. Ingbert), „Triumph“ (Niclas Jucknischke/Kleinpürschütz),

„Wennde mitgehst“ (Kim Lukacs/Rostock) und „Kette und Schuss“ (Klaus Krafft/Jülich)

zu den diesjährigen Deutschen Filmfestspielen eingeladen.

 

Die abschließende „Matinee der Besten“ mit der Medaillenübergabe wurde am

Sonntagmittag mit mal poetisch-lyrischen, mal mit humorvollen Liedern und Songs

des Duos „Die Zweiten von Links“ mit Jurymitglied Thorsten Stark und seinem

Ingolstädter Journalisten-Kollegen Johannes Hauser stimmungsvoll umrahmt.

 

Fazit der drei „Spielfilm-Tage“ in Schrobenhausen: Das Festival, daran ließen die

Gekommenen keine Zweifel, waren die teilweise weiten Anreisen wert gewesen; sie

verbanden dies mit dem – siehe oben! – Wunsch, dass auch in den nächsten Jahren

dieser Wettbewerb von Marcus Siebler & Co. hier veranstaltet wird. Und zwar wieder so

perfekt wie jetzt 2013!

 

(sk) BDFA-Report-Aktuell

 

 

 

 

 

 

BUNDESFILMFESTIVAL

 

Marcus Siebler bekommt Gold und Silber


Der Schrobenhausener wird in seiner Heimatstadt

gestern für „Stillen!“ gekürt

 

Von Peter Skodawessely

 

Schrobenhausen Erfolgreiches Wochenende für den Schrobenhausener Marcus Siebler,

der jetzt in Gerolsbach lebt: Beim Finale des Bundesfestivals „Spielfilm“ gestern

Nachmittag in der Lenbachstadt bekam er für seinen 17-Minuten-Streifen „Stillen!“ eine

Goldmedaille zugesprochen und außerdem für „Coalitio“, seiner zweiten gemeldeten

Arbeit, eine silberne Auszeichnung. Mit diesen beiden Medaillen war er der erfolgreichste

Teilnehmer dieses Wettbewerbs, bei dem ein weiterer Schrobenhausener, der 24-jährige

Leonard Danner – er ist in München beim Fernsehen als Aufnahmeleiter tätig –

eine silberne Ehrung für „Non Human“ erhielt.

 

Überhaupt wurde der in München im Medienbereich beschäftigte 30-jährige Siebler

und sein 15-köpfiges Organisationsteam mit Anerkennung nahezu „überschüttet“

für ihre perfekte Durchführung des – nach Berlin, Dortmund, Wiesbaden und Magdeburg –

jetzt zum ersten Mal hier veranstalteten Spielfilm-Bundesfestivals.

Prominentestes Lob bei dieser „Premiere“ kam von Klaus Werner Voß, dem extra dazu

aus Dortmund angereisten Präsidenten des Bundesverbandes Deutscher Film-Autoren (BDFA):

„Nicht nur, dass die Stadt Schrobenhausen sehr reizvoll ist und viel Charme hat, sondern –

für mich noch wichtiger – auch die Arbeit und das beeindruckende Engagement von

Marcus Siebler und seiner jungen, idealistischen ‚Mannschaft’ waren einfach toll!“

Insgesamt vergab die von BDFA-Vizepräsident Bernhard J. Lindner aus Plochingen souverän

geleitete sechsköpfige Jury zwei Gold-, zwölf Silber- sowie 13 Bronzemedaillen an die 39

Wettbewerbsfilme, alle zwischen zwei und 52 Minuten lang.

Abschluss war gestern Mittag dann eine Matinee mit Siegerehrung im Saal drei des CinePark-

Kinocenters. Von den beteiligten Filmautoren wurde dabei mit großer Spannung die öffentliche

Bekanntgabe erwartet, welche der jetzt in Schrobenhausen projizierten Streifen die begehrten

Einladungen zu nächsten Deutschen Filmfestspielen (DAFF) erhalten. Erfreulich: Eine der dafür

ausgewählten sechs Arbeiten ist „Stillen!“ von Marcus Siebler! Er darf damit Bayern –

und Schrobenhausen – nun bei diesem „größten nichtkommerziellen Filmfestival Deutschlands“,

so BDFA-Präsident Voß, vertreten.

In den vergangenen Wochen in mehreren Verfahren aus über 3000 Produktionen ausgewählt,

werden dabei nun am Himmelfahrtswochenende in Jülich die rund 50 besten Filme des Jahres

einem internationalen Fachpublikum vorgeführt.


Neuburger Rundschau, 22. April 2013

 

Freude bei Marcus Siebler über eine Gold-

und eine Silbermedaille beim Bundesfilmpreis

Foto: Skodawessely

 

 

 

 

 

 

 

 

Witz, Sex und ein bisschen Horror


Bundesfilmfestival in Schrobenhausen lockte zahlreiche Besucher ins Kino

 

Von Isabel Ammer

 

Schrobenhausen (PK) Ein ermordeter Stoffhase, ein irrer Bestatter, zwei Engländer

auf der Suche nach England, eine Bande sehr junger Ermittler und vieles, vieles mehr:

Das Bundesfilmfestival Spielfilm in Schrobenhausen sorgte abends für einen

randvollen Kinosaal.

 

Normalerweise gehen die Leute ins Kino, schauen einen Film und gehen wieder.

Neue Besucher kommen, es läuft wieder der gleiche Film. Nicht so in Schrobenhausen

im Kinosaal drei des CinePark. Hier waren es die Leute, die zu großen Teilen gleich

blieben und die Filme, die wechselten. 39 verschiedene Beiträge gab es zu sehen.

415 Minuten lang waren alle Filme zusammen, der kürzeste mit einer Minute,

der längste mit 52. Nach jeder Filmrunde diskutierten die sechs Juroren über die

gerade gesehenen Filme. Allerdings hätte eine Frau in der Jury vielleicht noch

andere Aspekte zur Filmbewertung beisteuern können.

„Ich bin Christian“, stellt sich ein Mann auf der Leinwand vor, spricht mit einer Janina

irgendwo hinter der Kamera, die der Zuschauer nicht sehen kann. Es geht um ihre

Beziehung, Christian lacht, weint, schreit, will sich wieder versöhnen. Janina scheint

nichts zu erwidern, zumindest hört man sie nicht. Dann macht Christian Schluss –

und verschließt die Kühltüre im Leichenschauhaus hinter Janina. Durch das Publikum

geht ein erstauntes Raunen – dass Janina eine Tote ist, hätte keiner gedacht.

Da wendet Bestatter Christian sich einer anderen Leiche auf einer Bahre zu: „

Hallo, kennen wir uns? Ich bin Christian“, sagt er – und starrt dem Kinobesucher

direkt in die Augen. „Gruslig“, „ein toller Gag“, „großartig“, waren die direkten

Reaktionen im Publikum. Auch die Jury ist zufrieden – der Film von Alexander

Weber aus Michelstadt gewinnt Gold in der Kategorie der Studentenfilme.

Nicht immer waren sich die sechs Juroren so einig. „Kann sich jemand das Monster

genau vorstellen“, fragte Juryleiter Bernhard Lindner. Die meisten schüttelten den Kopf.

„Der Kunstgriff besteht doch gerade darin, es nicht deutlich zu zeigen“, befand Juror

Andreas Lippitz aus Berlin. Der Film des Edelshauseners Leonard Danner, „Non human“,

war der einzige Horrorfilm des Festivals. „Ich steh’ nicht auf langweilige Schnulzen“,

erklärte Danner dem Publikum vor dem Film – und ließ es dann auch richtig krachen.

18 Minuten Gänsehaut mit donnernder Musik brachten ihm Silber ein.

Abgeräumt hat auch der Festivalinitiator selbst: Silber und Gold nahm Marcus Siebler

mit nach Hause für seine Filme „Coalitio“ und „Stillen!“ in der Kategorie der Amateurfilme.

Doch nicht nur mit seinen Preisen, sondern mit dem ganzen Festival ist er zufrieden:

„Ihr habt alle gesehen, wie aufgeregt ich am Freitag war und jetzt bin ich erleichtert,

dass alles geklappt hat.“ Was ihm besonders gefallen hat? „Ich habe sehr viele

interessante, schöne, traurige Filme gesehen und ich fand es gut, dass es so kontrovers

zuging“, sagte Siebler.

Doch natürlich sind auf so einem Festival nicht alle Filme gleich gut. Gerade die Beiträge

im vierten Block des Festivals am Samstagnachmittag, aber auch Filme zu anderen Zeiten,

hinterließen eher einen faden Nachgeschmack. Langatmig, teilweise platt und plotlos

mit schlechter Technik und ohne zündende Idee präsentierten sich manche Streifen –

und so konnten aus zehn Minuten auch schon mal gefühlte zehn Stunden werden.

Und bei manchen Filmen tat sich selbst die Jury hart, noch etwas Gutes zu finden.

„Hoffentlich ist das ein Guter“, raunt jemand halblaut im Kinosaal. Der nächste Film auf

dem Programm hat 52 Minuten und ist damit der längste im Programm. Wenn aus zehn

Minuten gefühlte zehn Stunden werden, wie lang kann dann ein langweiliger 52-Minüter

werden? Doch sie hatten zu Unrecht gebangt, denn „Jeder muss Sterben“ von Simon

Hoffmann gehörte zum Glück nicht dazu.

Nicht nur als Juror, sondern auch noch als Sänger und Gitarrist auf der Bühne war

Thorsten Stark. Zusammen mit Johannes Hauser lockerte er die Preisverleihung musikalisch

auf und schnell hatten die „Zweiten von links“ die Sympathien auf ihrer Seite. „Wir sind’s

nicht gewohnt, dass das Publikum in der Überzahl ist“, entschuldigte Thorsten Stark einen

Verspieler. Gelächter im Saal. Bürgermeister Karlheinz Stephan ließ anklingen, dass das

Festival ja „vielleicht keine Eintagsfliege bleiben könnte in Schrobenhausen“.

Man darf also gespannt bleiben.

 

Schrobenhausener Zeitung. 22. April 2013

 

 

Viel Silber und Bronze

 

Schrobenhausen (ais) Ein wahrer Medaillenregen ging nieder auf die anwesenden

und auch abwesenden Filmemacher. Die Juroren hantierten großzügig mit dem

Edelmetall - zumindest in Silber und Bronze.

Die beiden Goldmedaillen gingen an Marcus Siebler aus Schrobenhausen für "Stillen!"

bei den Amateurfilmen und bei den Studentenfilmen an Alexander Weber für "Blind Date".

Publikumsliebling wurde "Narkotika" von Rüdiger Schnorr, den Jugendpreis gewann

"Der Zusammenbruch" von Maik Pevestorff. Die Silbermedaillen gewannen Claudia

Zech mit "Aller Morgen Abend", Leonard Danner mit "Non Human", Kim Lukacs mit

"Wennde mitgehst", Marcus Seibler mit "Coalitio", Melanie Waelde mit "Vis-à-vis",

Maik Pevestorff mit "Der Zusammenbruch", Rüdiger Schnorr mit "Narkotika",

Niclas Jucknischke mit "Triumph", Klaus Krafft mit "Kette und Schuss", Jörn Michaely

mit "Weisser Kragen" und Anne-Katrin Kiewitt mit "Halbwertszeit".

Bronzemedaillen gab es für die Filme "Totart", "In Nexo", "Das ist die Höhe",

"Jeder muss sterben", "Fremdzugriff", "Tod vor der Haustür", "Urlaub in England",

"Jackie Flower", "Wie Katz und Maus", "Rufnummer 9162621", "Übung macht

den Meister", "Käfigvogel" und "Zwischen dem Vorhang.

 

Schrobenhausener Zeitung, 22. April 2013

 

Gerade Samstagabend war viel los: Auch im Kinofoyer wurde fleißig über

die gesehenen Kurzfilme diskutiert.

Foto: Ammer

 

 

 

 

 

 

 

Ein Hauch von Cannes in Schrobenhausen


Am Freitagabend wurde das Bundesfilmfestival Spielfilm eröffnet

 

Von Isabel Ammer

 

Schrobenhausen (SZ) Fast könnte man meinen, man wäre in Cannes – wenn es draußen

eben nicht regnen würde. Über den roten Teppich gehen die zahlreichen Filmemacher in

den Saal. Am Freitagabend hat das Bundesspielfilmfestival in Schrobenhausen begonnen.

Insgesamt 39 kurze, nichtkommerzielle Filme aus ganz Deutschland werden an diesem

Wochenende in Schrobenhausen gezeigt.

Gleich zwei der drei Schrobenhausener Filme liefen bereits am Freitag zur Eröffnung des

Festivals: Marcus Sieblers Kurzfilm „Coalitio“ und auch Leonard Danners „Non human“

kamen beim Publikum gut an. Doch wie die Jury die beiden Filme bewertet hat und ob

sie eine Medaille gewinnen werden, das wird sich erst bei der großen Preisverleihung am

Sonntag zeigen.

Bürgermeister Karlheinz Stephan zeigte sich begeistert, ein solches Event in seiner Stadt

begrüßen zu können: „Es ist ein Imagezugewinn und ich bin neugierig, wie es angenommen

wird“, so der Bürgermeister. Dass das Filmfestival überhaupt in der Stadt ist, hat

Schrobenhausen dem Ausrichter Marcus Siebler zu verdanken. „Ich freue mich auf viele

abwechslungsreiche Filme und hoffe, dass alles klappt und gut läuft“, meint er.

Die Anspannung ist ihm anzumerken – das wird wohl erst wieder, wenn alles glatt über

die Bühne gegangen ist.

Wer gerne den ein oder anderen Kurzfilm sehen will, kann das noch den ganzen Samstag

im Schrobenhausener Cine Park tun (siehe Kasten). Der Eintritt zum Festival ist frei.

 

Schrobenhauser Zeitung, 20. April 2013

 

Foto: Ammer

Eröffnet wurde das Bundesfilmfestival von (v.l.) Schirmherr Bürgermeister Karlheinz

Stephan, Veranstalter Marcus Siebler, dem BDFA-Vorsitzenden Klaus Werner Voß

und seinem Stellvertreter Bernhard Lindner.

 

 

 

 

 

 

 

Blockbuster: Fehlanzeige


Bundesspielfilmfestival startet heute in der Stadt - mit Lokalmatadoren

 

Von Thorsten Stark

 

Schrobenhausen (SZ) Es ist der Wettbewerb, bei dem auch das „Lied vom Lande“

der SOB-Filmgruppe Anfang der 80er Jahre für Furore gesorgt hat. Jetzt wollen zwei

Schrobenhausener Filmer weitere Erfolge feiern. Marcus Siebler (kleines Bild links)

und Leonard Danner (kleines Bild rechts) sind beim Bundesfestival Spielfilm des

Bundes Deutscher Filmautoren (BDFA) mit Werken vertreten. Das Beste: Die Veranstaltung

findet erstmals in Schrobenhausen statt. Heute Abend um 17 Uhr geht es los. 39 meist

kurze nichtkommerzielle Filme aus ganz Deutschland werden auf Freitagabend und den

ganzen Samstag verteilt im Saal drei des Cinepark-Kinos gezeigt (siehe Infokasten).

Die Preisverleihung findet dann Sonntagmittag statt. Der Eintritt ist frei.

Ausrichter ist, wie mehrfach berichtet, Marcus Sieblers Gruppe Dramfilm. Über Siebler und

seine Filme „Coalitio“ und „Stillen!“ weiß man ja nicht zuletzt durch die Vorführungen im

Januar einiges, über Leonard Danner (kleines Bild) und seinen Film dagegen bisher

wenig. Wir sprachen mit dem 24-Jährigen, der bei Constantin Entertainment als

Aufnahmeleitungsassistent arbeitet.

 

„Non Human“ heißt Ihr 17-minütiger Film. Worum geht’s denn?

Leonard Danner: Grob gesagt um eine junge Studentin, die im Haus ihrer Oma Urlaub

macht und dort von einem unbekannten, relativ aggressiven Wesen angegriffen wird.

 

Und das Wesen ist non human, also nicht menschlich?

 

Danner: Genau, da kommt der Titel her.

 

In welche Kategorie würden Sie den Film denn stecken?

 

Danner: Ich würde ihn als Horrorkomödie bezeichnen.

 

Wie aufwendig war die Produktion?

 

Danner: Die hat schon einiges an Zeit gekostet. Wir haben vier Tage in

Berchtesgaden gedreht, hatten viele Nachtszenen und haben ziemlich professionell

gearbeitet.

 

Ihr Film firmiert beim Festival ja als einer von sieben professionellen Filmen.

Bezeichnen Sie sich selbst auch als Filmprofi?

 

Danner: Ich habe Regie in den Bavaria-Filmstudios studiert, bin jetzt seit einem Jahr

fertig und habe schon einige Erfahrungen gesammelt – insofern würde ich mich schon

als Profi bezeichnen.

 

Und was reizt Sie daran, auf der Ebene der BDFA-Festivals anzutreten?

 

Danner: Eine Freundin hat mich darauf aufmerksam gemacht. Dann hab ich meinen

Film eingeschickt und kam direkt zum südbayerischen Landesfilmfestival, wo wir den

besten Ton sowie den zweiten Platz gewonnen haben – und zum Bundesfilmfestival

Spielfilm weitergemeldet wurden.

 

Was erhoffen Sie sich dort?

 

Danner: Ganz viele neue Leute kennenzulernen, schöne Filme zu sehen, und natürlich

erfolgreich zu sein. Das möchte ja jeder, der antritt.

 

Schrobenhausener Zeitung, 19. April 2013

 

Hollywood arbeitet sicherlich pompöser – aber Leonard Danner hatte beim Dreh für

„Non Human“ in Berchtesgaden dennoch eine im Vergleich zu manch anderem

Autorenfilmer professionelle Ausstattung zur Verfügung - Foto: Danner

 

 

 

 

 

 

 

Wie am Lagerfeuer


Am kommenden Wochenende findet in Schrobenhausen

das Bundesfilmfestival Spielfilm statt

 

Von Thorsten Stark

 

Schrobenhausen (SZ) Die besten Geschichten nichtkommerzieller Filmer

aus Deutschland werden am kommenden Wochenende in Schrobenhausen

zu sehen sein. Dort findet nämlich von Freitag bis Sonntag

das Bundesfilmfestival Spielfilm statt.

 

Am Lagerfeuer erzählen sich Menschen seit Jahrtausenden Geschichten, die sie entweder

selbst erlebt oder sich ausgedacht haben. Der Wahrheitsgehalt steht dabei nicht im

Vordergrund, es geht vielmehr darum, wie die Geschichten erzählt werden.

So ist das auch bei der Gattung Spielfilm.

Wie ist die Kameraführung? Wie sind die Schauspieler? Wie ist die Musik? Wie der Schnitt

und nicht zuletzt die Handlung? 39 Filme stellen sich am kommenden Wochenende beim

Bundesfilmfestival Spielfilm in Schrobenhausen diesen Fragen. Das Kino 3 des

Cinepark-Kinos wird dafür von Freitagabend bis Sonntagmittag reserviert sein (siehe

Infokasten mit Programm). „Wir haben uns um ein ausgewogenes Programm bemüht“,

sagt Marcus Siebler, der Kopf der Schrobenhausener Filmgruppe Dramfilm, die das

Festival des Bundesverbands Deutscher Filmautoren (BDFA) ausrichtet. Damit meint er

allerdings nicht die Filmauswahl, sondern die Zusammenstellung der einzelnen Blöcke.

Die Filme sind von den BDFA-Landesverbänden ausgewählt worden – wenn man so will,

sind in Schrobenhausen also die besten nichtkommerziellen Spielfilme des Jahres aus

Deutschland zu sehen. Dabei konkurrieren technisch perfekte Abschlusswerke von

Filmhochschulstudenten mit den ersten filmischen Gehversuchen Jugendlicher.

Aus der Region sind drei Filme dabei, und zwar alle aus Schrobenhausen.

Sieblers Filmgruppe ist mit zwei Filmen („Stillen!“, „Coalitio“) vertreten, dazu Leonard

Danner mit „Non Human“. Eine fünfköpfige Jury wird am Ende entscheiden,

welche Filme die höchste Auszeichnung Gold erhalten, oder Silber, Bronze

beziehungsweise eine Teilnahmeurkunde.

Die Ausrichter um Siebler haben nun die über 400 Minuten unterschiedlichsten Film

auf sechs etwa 90-minütige Blöcke verteilt, mit genügend Pausen dazwischen –

damit die Cineasten sich auch zwischendurch mit Essen und Trinken versorgen können.

Das Publikum kann übrigens auch etwas entscheiden: Schrobenhausens

Bürgermeister Karlheinz Stephan, der Schirmherr der Veranstaltung ist, hat

einen Publikumspreis ausgelobt. Die Jury wiederum entscheidet, wer den von

einem lokalen Unternehmen gestifteten Jugendfilmpreis bekommt.

Alle Preise werden am Sonntag ab 11 Uhr verliehen, je nach Zeitplan werden dann

auch einige der Filme erneut gezeigt. Außerdem wird es in dem Rahmen Musik

der Zweiten von Links geben. Ein Team aus 15 Leuten wird an den drei Tagen das

Festival organisieren. Ein Teil kümmert sich um die Technik, ein anderer ums Catering,

und dann gilt es ja noch die teilweise von weither angereisten Filmer und Jurymitglieder,

die die Filme bewerten, zu betreuen. Schon seit Wochen gehen unzählige Abende

nur für das Festival drauf. Vieles kann aber erst kurzfristig organisiert werden: Bei

Marcus Siebler haben schon einige Filmemacher ihr Kommen angekündigt, viele werden

aber erst unmittelbar vor dem Wochenende zu- oder absagen. Da genügend Zimmer

vorzuhalten, ist schwierig. „Vor allem findet dann die Baumesse in München statt,

wegen der viele Zimmer auch in Schrobenhausen belegt sind“, sagt Siebler.

Und die Generalprobe fürs Festival kann erst Donnerstagnacht über die Bühne gehen,

da der Kinosaal unmittelbar vorher technisch umgerüstet wird – ein unglücklicher

Zufall, dass das ausgerechnet in der heißen Phase der Festivalvorbereitung

passiert. „Trotzdem wollen wir natürlich, dass alles glatt läuft“, erklärt Marcus Siebler.

Der Filmautor hat das Festival, das zuvor in Städten wie Berlin, Dortmund oder Magdeburg

stattgefunden hat, nach Schrobenhausen geholt – und will dem Verband jetzt natürlich

zeigen, dass die Vergabe in eine kleine Stadt ganz im Süden Deutschlands kein Fehler

gewesen ist. Und falls es doch ein größeres Problem mit den Zimmern geben sollte,

könnten die Filmer ja auch einfach ein bisschen Holz sammeln, sich an die Paar setzen

und bei einem Lagerfeuer Geschichten erzählen, so wie es Menschen seit Jahrtausenden

tun.

 

Wenn Föhne schießen könnten: Die Amateurfilmer kommen bei ihren Produktionen

auf die abenteuerlichsten Ideen, um mit einfachen Mitteln große Effekte zu erzielen.

Foto: Dramfilm

 

 

 

 

 

 

 

"Insgesamt durchaus sehenswert"

 

Marcus Siebler zu der Veranstaltung

 

Schrobenhausen (tsk) Eine Woche noch, dann herrscht in Schrobenhausen

Festivalzeit. Die SZ sprach mit dem Organisator, Marcus Siebler.

 

Herr Siebler, was genau erwartet die Besucher des Festivals eigentlich

am kommenden Wochenende?

 

Marcus Siebler: Eine große Bandbreite an nicht kommerziellen Filmen.

Das fängt an bei Hobbyfilmern, die Spielfilme machen, geht weiter zu

Filmgruppen wie unserer bis zu Leuten, die von der Filmhochschule kommen.

 

Es laufen 39 Filme im Wettbewerb, die Sie schon alle gesichtet haben.

Gibt es ein übergreifendes Motto, unter das man sie stellen könnte –

oder ein vorherrschendes Thema?

 

Siebler: Mir ist aufgefallen, dass sich einige junge Leute mit der modernen

Kommunikation und den damit einhergehenden Schwierigkeiten beschäftigt haben.

Aber ein einheitliches Motto oder einen Oberbegriff sehe ich nicht. Dafür sind die

Wettbewerbsfilme des Bundesfestivals Spielfilm zu vielseitig.

 

Der Titel ist etwas irreführend. Unter Spielfilm versteht man ja eigentlich eher

90-Minüter. Doch der längste Film im Wettbewerb dauert gerade mal 52 Minuten –

und ist damit schon mit Abstand länger als die anderen Filme.

 

Siebler: Ein Spielfilm ist eine verfilmte Geschichte. Und die kann eine Minute

dauern oder auch 90 Minuten. Der Gegensatz sind Dokumentarfilme –

die wird es am Wochenende nicht zu sehen geben.

 

Von Ihrer Filmgruppe laufen am Wochenende zwei Filme, die um die Preise

konkurrieren. Ist das nicht problematisch, gleichzeitig Mitwettbewerber

und Ausrichter zu sein?

 

Siebler: Erstens sind unsere Filme ordnungsgemäß vom Film- und Videoverband

Bayern für das Festival gemeldet worden. Zweitens: Über die Preisvergabe

entscheidet nur die Jury. Wir haben da keinen Einfluss. Und an dem

Wochenende ist der Gedanke, wie unsere Filme abschneiden, ohnehin Nebensache.

Wir werden da vor allem beschäftigt mit der Ausrichtung sein.

 

Apropos: Die Filmer und die Jurymitglieder kommen aus ganz Deutschland,

da hatten Sie einiges zu organisieren. Dazu kommt die Technik für ein solches Festival.

Sicher, dass nichts schiefgeht?

 

Siebler: Es kann immer was passieren, aber wir werden versuchen das zu verhindern.

Das Schwierigste sind die vielen Formate, die heute zur Verfügung stehen. MPEG, AVI,

auf USB-Stick oder DVD, die einen in HD-Qualität, die anderen nur in SD. In Zeiten der

Videokassette war die Ausrichtung eines Filmfestivals schon deutlich einfacher.

Aber wir hoffen trotzdem, das Ganze gut über die Bühne zu bringen.

 

Und warum sollte sich jemand möglichst viele dieser rund 415 Minuten ansehen?

 

Siebler: Weil er oder sie Filme sieht, die man sonst nicht ohne Weiteres zu sehen

bekommt. Es sind Komödien dabei, genauso wie ernste Filme – insgesamt alle

durchaus sehenswert.

 

Schrobenhausener Zeitung, 13. April 2013

 

Marcus Siebler ist der Mann, der die Festspiele nach Schrobenhausen geholt hat.

Foto: Stark

 

 

 

 

 

 

 

„Film ab!“ heißt es in Schrobenhausen

 

Bundesweites Festival Die Lenbachstadt ist

am Wochenende erstmals Austragungsort

 

Schrobenhausen Am kommenden Freitag, 19. April, ist es soweit: Dann werden

in Schrobenhausen im CinePark-Kinocenter (Bürgermeister- Stocker-Ring, Saal 3)

zum ersten Mal die Projektoren für das „Bundesfilmfestival Spielfilm“ angeworfen.

Der Bundesverband Deutscher Film-Autoren (BDFA) hat diesen Wettbewerb, den es

schon seit über 40 Jahren gibt – er hat unter anderem bereits in Berlin, Dortmund

und Magdeburg stattgefunden – heuer an die Lenbachstadt vergeben.

BDFA-Präsident Klaus Werner Voß – er wird selbst von Dortmund nach Schrobenhausen

anreisen – sagte gegenüber der Neuburger Rundschau: „Die Bewerbung des

örtlichen 15-köpfigen Organisationsteams hatte uns im Vorstand überzeugt.

Ich bin mir sicher, dass wir dort ein abwechslungsreiches Wochenende erleben

werden mit faszinierenden Filmen und höchsten professionellen Ansprüchen.“

Verantwortlich für die Gesamtplanung in Schrobenhausen ist der jetzt in Gerolsbach

wohnende 30-jährige Marcus Siebler. Erst Mitte März hat der in München im Medienbereich

Tätige bei den Bayerischen Filmfestspielen in Bad Wiessee für seinen Kurzfilm „Stillen!“

den von Ministerpräsident Horst Seehofer gestifteten „Großen Bayerischen

Löwen mit Rautenschild“ für den „Film des Jahres“ erhalten (wir berichteten).

„Stillen!“ wird in Schrobenhausen ebenfalls zu sehen sein – zusammen mit 38 anderen

neuen Produktionen, die alle zwischen zwei und 52 Minuten lang sind. Ihre Autoren kommen –

unter anderem – aus Berlin, Hamburg, Hannover, Köln, Dortmund, Essen, Rostock,

Jena sowie Donauwörth. Eine sechsköpfige Jury, geleitet von BDFA-Vizepräsident Bernhard

J. Lindner aus Plochingen, wird über Gold-, Silber- und Bronzemedaillen

entscheiden. Ihr gehört – als Vertreter der Neuburger Rundschau – auch der Ingolstädter

Journalist Peter Skodawessely an. (sko)

 

Info Beginn des Festivals im CinePark-Multiplex-Kinocenter ist am Freitag um 18 Uhr

und am Samstag um 10.30 Uhr. Die Abschluss-Matinee am Sonntag – mit der Projektion

einer Auswahl der prämierten Videos sowie der Vergabe des Publikumspreises

durch Bürgermeister Karlheinz Stephan – beginnt um 11 Uhr.

Der Eintritt ist an allen Tagen frei. Nähere Informationen gibt es auch im Internet

unter www.dramfilm. com.

 

Über das Festival

 

● Jedes Jahr am Wochenende nach Ostern starten die BDFA-Bundesfilmfestivals.

Sie finden an vier aufeinanderfolgenden Wochenenden in

acht Städten Deutschlands statt.

● Veranstalter ist der „Bundesverband Deutscher Film-Autoren.

● Rund 260 neue Arbeiten werden heuer vorgeführt: in Schrobenhausen

(Spielfilme), Dortmund (Reisefilme), Waiblingen/Württemberg

(Animations- & Trickfilme, Fantasie-/ Experimentalstreifen, Videoclips),

Bad Liebenstein/Thüringen (Dokumentationen), Oldenburg (Familien-

und Sportfilme), Köln (Reportagen), Blieskastel/Saarland (Tier und

Naturfilme) sowie Straubing (Lokalchronik- und Folklorefilme).

● Dazu eine Auswahl der besten Arbeiten der Sonderfestivals „Junger

Film“ (Rostock) und „1-Minuten-Cup“ (Senftenberg).

● Bei den Bundesfilmfestivals werden Gold-, Silber- und Bronzemedaillen

vergeben. Außerdem werden dabei die 60 besten Arbeiten für

die vom 9. bis 12. Mai 2013 in Jülich stattfindenden 71. Deutschen

Film-Festspiele (DAFF) bestimmt.

● Dort findet dann die Auswahl der deutschen Beiträge für die UNICA

statt, die „Weltmeisterschaft der unabhängigen Filmemacher“

(August in Fieberbrunn/Österreich).

 

Neuburger Rundschau, 17. April 2013

 

 

 

 

 

 

Bundesfilmfestival „Spielfilm“ 2013 erstmals in Schrobenhausen!

 

Das Bundesfilmfestival „Spielfilm“ wird 2013 erstmals in Schrobenhausen stattfinden!

Dies gab der veranstaltende „Bundesverband Deutscher Film-Autoren (BDFA)“ bekannt.

Es ist eines der insgesamt elf sog. Kategorien-(Genre-)Wettbewerben dieses

Zusammenschlusses der unabhängigen Filmemacher – weitere sind u.a. Reisefilm

in Dortmund, Dokumentarfilm in Bad Liebenstein, Reportage in Köln sowie Videoclip

und Animationsfilm in Waiblingen.

 

BDFA-Präsident Klaus-Werner Voß (Dortmund) zur NEUBURGER RUNDSCHAU: „Ich freue

mich sehr, dass nach langen Jahren in Berlin, Dortmund, Wiesbaden und zuletzt –

einmalig – in Magdeburg unser Spielfilm-Festival nun 2013 in Schrobenhausen eine

neue Heimat finden wird!“

 

Voraussichtlich rd. 40 Kurzspielfilme – sie werden dafür jetzt im Frühjahr in bundesweit

durchgeführten Landeswettbewerben ausgewählt – kommen vom 19. bis 21. April 2013

im Schrobenhausener CinePark-Kinocenter zur Vorführung. Die Leitung der öffentlichen

Gesprächsrunde auf der Bühne – nach jedem Vorführblock – wird BDFA-Vizepräsident

Bernhard Lindner aus dem württembergischen Plochingen haben. Anschließend wird

über Gold-, Silber- und Bronzemedaillen sowie über die Weitermeldung der besten

Arbeiten zu den drei Wochen später in Jülich stattfindenden Deutschen Film-Festspielen

von der fünfköpfigen Jury entschieden; ihr wird auch der Ingolstädter Journalist Peter

Skodawessely angehören.

 

Organisiert wird das dreitägige Festival von dem in Gerolsbach (Landkreis Pfaffenhofen/Ilm)

wohnenden Markus Siebler. Vor zwei Jahren hatte der in München im Medienbereich

Tätige bei den damaligen Bayerischen Filmfestspielen in Bobingen für seinen 13–Minuten-

Streifen „Schattenspiel“ den von Ministerpräsident Horst Seehofer gestifteten

„Großen Bayerischen Löwen“ für den „Film des Jahres 2010“ erhalten.

 

Siebler: „Der Eintritt wird für die Festivalbesucher in Schrobenhausen die ganzen drei

Tage über frei sein!"

 

Mehr dazu und auch zur Wettbewerbsteilnahme

BUNDESFILMFESTIVAL SPIELFILM 2013 IN SCHROBENHAUSEN.

 

k10net.de, 03. Januar 2013

 

 

 

 

 

 

 

Im Schrobenhausener CinePark haben sich die Filmbegeisterten schon mal getroffen,

um über das anstehende Filmfestival zu sprechen: (v.l.) Sarah Schönacher, Matthias Wenger,

Bürgermeister Karlheinz Stephan, Marcus Siebler, Olga Tups und Markus Loderer. Foto: Stark

 

Ein Filmfestival kommt in die Stadt

 

Den Cineasten um Marcus Siebler ist ein Coup gelungen –

und Karlheinz Stephan wird Schirmherr

 

Von Thorsten Stark

 

Schrobenhausen (SZ) Seit vielen Jahren zeigt die Filmgruppe Dramfilm in Schrobenhausen

ihre Werke. Jetzt haben die Cineasten um den Gerolsbacher Marcus Siebler ein ganzes

Filmfestival in die Stadt geholt: Vom 19. bis zum 21. April 2013 findet im CinePark das

Bundesfilmfestival Spielfilm statt. Dortmund, Wiesbaden, Magdeburg – Schrobenhausen:

Die Landkarte des Amateurfilms ist um einen Namen erweitert worden. Marcus Siebler,

selbst Mitglied im Dachverband BDFA, hatte zufällig erfahren, dass der bisherige Ausrichter

aus Magdeburg das Bundesfilmfestival in der Kategorie Spielfilm abgeben wollte

und bewarb sich. „Denn wir wollten schon immer ein Festival machen“, sagt Siebler.

Und der Filmemacher bekam den Zuschlag. Es sind die besten Werke nichtkommerzieller

Filmautoren aus Deutschland, die beim jährlich stattfindenden Bundesfilmfestival gezeigt

werden. Sie haben sich vorher schon über Landesentscheide dafür qualifiziert, wenn man

so will, läuft also in Schrobenhausen die Crème de la Crème des Amateur-Spielfilms.

„Und die Schrobenhausener erwartet die volle Bandbreite“, sagt Marcus Siebler.

„Vom Hobbyfilmer bis zum Hochschulabsolventen können alle vertreten sein.“

Welche Filme im April gezeigt werden, das steht bisher noch nicht fest,

die meisten Landesentscheide finden erst Januar und Februar statt. Immerhin:

Sechs Filme sind schon gemeldet. „Aber die haben wir noch nicht gesichtet“, sagt Siebler.

Am Ende rechnet er mit 30 bis 50 Filmen, die meisten davon dürften 20 Minuten Länge

nicht überschreiten. Das Wichtigste haben die Filmer aus Schrobenhausen schon geschafft:

Sie haben den perfekten Veranstaltungsort gefunden. Und so ein Bundesfilmfestival in

einem Kino zu veranstalten, ist keine Selbstverständlichkeit. Viele Festivals finden eher

in Stadthallen oder anderen öffentlichen Gebäuden statt.

„Wir wollten ein Festival im Kino machen, denn generell gehört Film dahin“, sagt Siebler.

Und da die Filmgruppe ohnehin jedes Jahr ihre neuesten Projekte im Kino präsentiert,

war der enge Kontakt schon da – der neue Geschäftsführer Daniel Mayr ist jetzt sogar

Teil des Organisationsteams. Ein Saal wird drei Tage lang für das Festival reserviert sein.

Das Kino übernimmt auch das Catering für die Filmer. Ein weiterer Kooperationspartner ist die

Stadt Schrobenhausen. DasFestival ist über die Kommune versichert, zudem sponsert sie den

Publikumspreis. Denn Schirmherr ist Bürgermeister Karlheinz Stephan. „Es gab eine freundliche

Anfrage von HerrnSiebler“, sagt Stephan – und er habe nicht lange überlegen müssen. „Das

ist pfiffig, ein herausragendes Stück Stadtmarketing.“ Die Spargelzeit beginne Ende April,

Filmer aus ganz Deutschland könnten Schrobenhausen ein Wochenende lang erleben.

„Auch bei den Tagen der Barockmusik oder den Literaturtagen kommen ja viele von außerhalb –

und sind in der Regel immer begeistert.“ Er erwarte, dass der eine oder andere schon

wiederkomme. Der Bürgermeister bringt auch cineastisches Interesse mit: „Ich gehe gerne

ins Kino, allerdings zu selten“, sagt Stephan. Die Herr-der-Ringe-Trilogie habe er gesehen,

den Hobbit fest eingeplant, Science-Fiction-Klassiker wie „Avatar“ oder „Enemy Mine –

Geliebter Feind“ gehören zu seinen Lieblingsfilmen, ebenso wie „Spiel mir das Lied vom

Tod“, „Einer flog über das Kuckucksnest“ – sowie sämtliche Bud-Spencer-Werke. Und bei

dem Filmfestival wolle er sich natürlich auch den einen oder anderen Film ansehen.

Seinetwegen könne die Veranstaltung regelmäßig in Schrobenhausen stattfinden, sagt

Stephan. Doch Marcus Siebler bremst: „Es ist ein Experiment. Wir haben bewusst gesagt,

wir machen’s jetzt erst einmal. Schrobenhausen liegt ganz im Süden Deutschlands.

Da wird es spannend, wie viele Filmautoren überhaupt kommen werden."

 

D A S B U N D E S F I L M F E S T I V A L S P I E L F I L M


Der Termin: Am Freitag, 19. April 2013, soll das Bundesfilmfestival Spielfilm im

Schrobenhausener CinePark um 18 Uhr eröffnet werden.

Bis Sonntagnachmittag, 21. April, werden die Spielfilme nichtkommerzieller

Filmautoren im Saal 3 gezeigt. Der Eintritt ist frei.

 

DER BDFA: Der Bundesverband Deutscher Film-Autoren (BDFA) ist ein Dachverband

der nichtkommerziellen Filmemacher in Deutschland. Die rund 3400 Mitglieder haben

sich in 180 Film- und Videoklubs zusammengeschlossen oder gehören dem BDFA

als Einzelmitglied an. Der BDFA ist Mitglied der Union Internationale du Cinéma (UNICA),

die ihrerseits dem Conseil International du Cinéma et de la Télévision (C.I.C.T.) der

Unesco angeschlossen ist.

 

Die Jury: Die Jury wählt aus, welche Filme wie prämiert werden. Kür und Begründungen

sind öffentlich. Juryleiter ist Bernhard J. Lindner aus Plochingen (Baden-

Württemberg). Einfache Jurymitglieder sind Andreas Lippitz aus Berlin, Martin Gubela

aus Bergisch Gladbach, Peter Skodawessely aus Ingolstadt,

Michael Schwarz aus Mainz, Thorsten Stark aus Schrobenhausen.

 

Die Abstimmung: Die Jury stimmt in zwei Durchgängen über die Preise ab. Der Juryleiter

ist nicht stimmberechtigt, er leitet die Abstimmung. Im ersten Durchgang

wird jeder Film auf eine Bronze- und gegebenenfalls eine Silbermedaille abgefragt.

Erhält ein Film die einfache Mehrheit (drei Stimmen) für eine Bronze- oder

Silbermedaille, bleibt es bei der abgefragten Medaille. Bekommt

ein Film die qualifizierte Mehrheit (mindestens vier Stimmen), wird dieser erneut

für die nächsthöhere Medaille abgefragt. SZ

 

Schrobenhausener Zeitung, 28. Dezember 2012

 

 

 

 

 

 

 

 

„Spielfilm“ kommt

 

Bundesfilmfest 2013 in Schrobenhausen

 

Schrobenhausen Das Bundesfilmfestival „Spielfilm“ wird im kommenden Jahr 2013

erstmals in Schrobenhausen stattfinden. Dies gab jetzt der veranstaltende

„Bundesverband Deutscher Film-Autoren (BDFA)“ bekannt. Es ist einer der insgesamt

elf sogenannten Kategorien-(Genre-) Wettbewerben dieses Zusammenschlusses

der unabhängigen Filmemacher – weitere sind unter anderem Reisefilm in Dortmund,

Dokumentarfilm in Bad Liebenstein, Reportage in Köln sowie Videoclip und Animationsfilm

in Waiblingen. BDFA-Präsident Klaus-Werner Voß aus Dortmund zu unserer Zeitung:

„Ich freue mich sehr, dass nach langen Jahren in Berlin, Dortmund,

Wiesbaden und zuletzt - einmalig - in Magdeburg unser Spielfilm- Festival nun 2013

in Schrobenhausen eine neue Heimat finden wird!“

 

Rund 40 Kurzfilme werden innerhalb von drei Tagen gezeigt

 

Voraussichtlich rund 40 Kurzspielfilme – sie werden dafür im kommenden Frühjahr in

bundesweit durchgeführten Landeswettbewerben ausgewählt –

kommen vom 19. bis 21. April 2013 im Schrobenhausener CinePark-Kinocenter zur

Vorführung. Die Leitung der öffentlichen Gesprächsrunde auf der Bühne – nach jedem

Vorführblock – wird BDFA-Vizepräsident Bernhard Lindner aus dem württembergischen

Plochingen haben. Anschließend wird über Gold-, Silberund Bronzemedaillen sowie über

die Weitermeldung der besten Arbeiten zu den drei Wochen später in Jülich stattfindenden

Deutschen Film-Festspielen von der fünfköpfigen Jury entschieden, ihr wird auch

NR-Mitarbeiter Peter Skodawessely aus Ingolstadt angehören. Organisiert wird das

dreitägige Festival von dem jetzt in Gerolsbach wohnenden früheren Schrobenhausener

Markus Siebler, vor zwei Jahren hatte der in München im Medienbereich Tätige, bei den

damaligen Bayerischen Filmfestspielen in Bobingen für seinen 13-Minuten-

Streifen „Schattenspiel“ den von Ministerpräsident Horst Seehofer gestifteten „Großen

Bayerischen Löwen“ für den „Film des Jahres 2010“ erhalten.

Der Eintritt ist an allen drei Tagen frei. (sko)

 

Neuburger Rundschau, 29. November 2012